Wilde Tiere die sich in Bilderbuchlandschaften frei bewegen. Die Morgensonne taucht die weiten Ebenen afrikanischer Landschaften in pastellfarbene Orange Töne. Für mich der Inbegriff von Wildnis. Was aber geschieht vor der eigenen Haustür? Unbemerkt von abertausenden Menschen breitet sich im urbanen Gebiet eine Artenvielfalt aus, wie man sie sonst wohl nur in Nationalparks vermutet.

Nachdem ich mitten im Kölner Stadtgebiet zum ersten Mal auf Reineke Fuchs traf war klar, wohin die nächsten Reisen führen sollten. In die urbane Wildnis der Millionenmetropole KÖLN. Auf Foto – Safari zwischen Hochhaus, Hektik und Heide. Naturschutzgebiete, großflächige Friedhöfe, Parks & unzählige Grünflächen laden zu Entdeckungstouren vor die eigene Haustüre ein.

Sie bieten zahllosen Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum. Jedes Fleckchen Grün hat seine Besonderheiten. Halsbandsittiche bevölkern Platanen am Wegesrand, Rehwild beansprucht das Worringer Bruch, Wanderfalken brüten ihren Nachwuchs auf Industrieschornsteinen aus. Eine der letzten heimischen Orchideenarten wächst in der Wahner Heide, Chorbusch & Königsforst bieten mit ihren alten Baumbeständen ideale Voraussetzungen für scheue Waldtiere.

Großflächig wächst Ginster auf Teilen der östlichen Heideterrasse. Die Dellbrücker Heide, Teil dieser Terrasse,  bildet gemeinsam mit dem Höhenfelder See ein Naherholungsgebiet mit zahlreichen seltenen Arten. Schwalbenschwänze, Zauneidechsen und Bussarde sind hier beheimatet. Wildschweine, Wanderfalken, Drosseln und Dachse; die Liste der Tierarten ließe sich endlos fortsetzen. Ständig lässt sich Neues entdecken, Neues besiedelt bereits Entdecktes. Ob abseits geschützter Gebiete oder inmitten von Hochhausschluchten.

Im Gewässer des Mediaparks tummeln sich Nil- und Kanadagänse, Enten und Schwäne ziehen hier ihren Nachwuchs groß. Geduld und Perspektivwechsel sind die einzigen Voraussetzungen, um die Natur in der Stadt zu entdecken.

Bei diesem Artenreichtum liegt es nahe, in die grünen Oasen der pulsierenden Metropole einzutauchen, um das oft Unsichtbare sichtbar zu machen. Großangelegte Recherchearbeiten brachten immer mehr faszinierende Geschichten ans Licht und fanden Menschen, die sich auf Kölner Grund leidenschaftlich für die Natur und ihre Bewohner einsetzen.

So entstanden im Laufe der letzten Jahre spannende Reportagen über besondere Persönlichkeiten. Die Bird Controller des Köln- Bonner Flughafens, die Tierretter der Feuerwache 8 in Ostheim und der Wanderfalkenpapst, sie alle sind NATÜRLICH KÖLN und machen Nordrhein Westfalens größte Stadt zur grünen Oase. NATÜRLICH KÖLN soll dazu anregen, vor die eigene Haustüre zu treten um mit offenen Augen in die heimische Wildnis einzutauchen. Es soll Bewusstsein schaffen für die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur.

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